HIER WOHNTE
HEINRICH SAMSON
JG. 1879
DEPORTIERT 10.11.1941
MINSK
ERMORDET
Heinrich Heimann Jacob Samson 13.09.1878, führte die Firma für Vieh- und Getreidehandel in der Hindenburgstr. 45. Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts die Größte in Ostfriesland.
Die Familie Samson war seit 300 Jahren ansässig und führte Ihre Herkunft auf spanische Juden zurück.
Nach der Enteignung von Firma und Haus zog Heinrich mit seiner Frau Paula, geb. Lazarus12.05.1884 und ihrem Sohn Heinz Ewald 28.09.1920 in das Haus seiner inzwischen verstorbenen Mutter, der Witwe Ester Etti Meyer, geb. Koppel Bismarkstr. 70 (heute Neuer Weg).
Ihre Tochter Gerda 10.09.1913, kurzzeitig verheiratet und nun Gerda Meyer verließ Deutschland als Sängerin.
In der Pogromnacht wurde die Familie von SA-Leuten überfallen, misshandelt und das Haus verwüstet.
Wenige Monate später wurde Hans mit einem Kindertransport nach England geschickt.
Heinrich und Paula aus Norden vertrieben, wurden von Wuppertal aus in Sachsenhausen inhaftiert, nach Misk deportiert und dort ermordet.
Gerda, nach Belgien emigriert, wurde 1942 in Auschwitz ermordet.
Neuer Weg 70
westl. Straßenseite
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Synagogenweg 4
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