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Altgenug, Joseph

HIER WOHNTE
JOSEPH  ALTGENUG
JG. 1889
DEPORTIERT  1941
MINSK
ERMORDET  28.07.1942

Der Viehhändler Joseph Herrmann Altgenug 06.01.1889, Sohn des Viehhändlers Hermann Altgenug von der Sielstr. 6 wohnte mit seiner Frau Sophie, geb. Weinberg 14.02.1896 in der Heringstr. 49.

Das Ehepaar hatte drei Söhne.

Der Jüngste, Fritz Joseph 98.09.1927, wurde 9-jährig 1936 von einem Heuwagen überfahren und starb.

Rolf Joseph 03.02.1930, schickten sie mit dem letzten Schiff, das 1939 Emden zum Kindetransport verließ, zusammen mit seinem Cousin aus Emden in die Sicherheit. Er wuchs bei Pflegeeltern in Schweden auf.

Als die letzten Juden 1940 Norden verlassen mussten, zog Joseph mit Sophie und seinem Sohn Hugo Hermann Joseph 15.03.1925 , zusammen mit seinen Brüdern Jakob und Samson Siegmund, deren Ehefrauen und Kindern nach Bremen in das „Judenhaus“ Charlottenstr. 28.

Hugo verließ Bremen zur Gartenbauschule in Hannover Ahlem. Das war die einzige Ausbildungsstätte für Juden. Nach kurzer Zeit kehrte er zurück und wegen der aussichtlosen Lage begann er Suizid. Er wurde 1940 15-jährig tot in der Weser aufgefunden.

Die Familie wurde 1941 über Hamburg ins Ghetto Minsk deportiert und im Juli 1942 ermordet.

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Heringstraße (49, Haus nicht mehr vorhanden)
Haus nicht mehr vorhanden
westl. Straßenseite, vor Ecke Am Alten Siel

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