HIER WOHNTE
SOPHIE ALTGENUG
GEB. WEINBERG
JG. 1896
DEPORTIERT 1941
MINSK
ERMORDET 28.07.1942
Sophie Altgenug, geb. Weinberg 14.02.1896, Tochter des Joseph Nathan Weinberg und Johanna Hannchen, geb Marx, verheiratet mit dem Viehhändler Joseph Herrmann Altgenug 06.01.1889, wohnte in der Heringstr.49. Das Ehepaar hatte drei Söhne.
Der Jüngste, Fritz Joseph 98.09.1927, wurde 9-jährig 1936 von einem Heuwagen überfahren und starb.
Rolf Joseph 03.02.1930, schickten sie mit dem letzten Schiff, das 1939 Emden zum Kindetransport verließ, zusammen mit seinem Cousin aus Emden in die Sicherheit. Er wuchs bei Pflegeeltern in Schweden auf.
Als die letzten Juden 1940 Norden verlassen mussten, zog Joseph mit Sophie und seinem Sohn Hugo Hermann Joseph 15.03.1925 , zusammen mit seinen Brüdern Jakob und Samson Siegmund, deren Ehefrauen und Kindern nach Bremen in das „Judenhaus“ Charlottenstr. 28.
Hugo verließ Bremen zur Gartenbauschule in Hannover Ahlem. Das war die einzige Ausbildungsstätte für Juden. Nach kurzer Zeit kehrte er zurück und wegen der aussichtlosen Lage begann er Suizid. Er wurde 1940 15-jährig tot in der Weser aufgefunden.
Die Familie wurde 1941 über Hamburg ins Ghetto Minsk deportiert und im Juli 1942 ermordet.
Heringstraße (49, Haus nicht mehr vorhanden)
Haus nicht mehr vorhanden
westl. Straßenseite, vor Ecke Am Alten Siel
Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden e.V.
Synagogenweg 4
26506 Norden
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