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Haas, Lini

HIER WOHNTE
LINI HAAS
GEB. SCHÖNTHAL
JG. 1904
FLUCHT 1933 HOLLAND
INTERNIERT WESTERBORK
DEPORTIERT 1942
AUSCHWITZ
ERMORDET

Lini Haas, geb Schönthal, Tochter des  Viehhändlers Nathan Schönthal 29.08.1861 und  Rosa, geb. Altgenug 10.06.1873,wohnte in ihrem Elternhaus  in der Heringsstr. 21. Das Ehepaar hatte sechs Kinder:

Alfred Nathan 12.11.1900, blieb unverheiratet im Elternhaus.

 Mary 22.11.1901,heiratete 1925 den Schlachter Karl Moses Altgenug aus der Sielstr. 21, sie hatten drei Kinder: Manfred Karl Altgenug 13.02.1926, Rudolf Karl 22.11.1932, Trude 20.01.1936

 Joachim 20.10.1903, wohnte unverheiratet im Elternhaus.

Siegmund 20.01.1903, heiratete am 07.02.1926 die Nichtjüdin Hedwig Hevemeyer 19.02.1904. Nach kurzer Ehe blieben die Söhne Norbert Siegmund Schönthal 03.03.1927 und Willy Adolf 06.07.1926 bei der Mutter. Siegmund heiratete ein zweites Mal, die Jüdin Augusta Windmüller 09.05.1904 aus Weener.

 Lini 20.01.1904, Ludwig 15.09.1906

Gleich nach der Machtergreifung entschloss sich die Familie Deutschland zu verlassen.

1933 emigrierte Lini in die Niederlande,  heiratete, nun Lini Haas, und eröffnete eine Pension.

Ab 1936 folgten die Eltern Nathan und Rosi, Alfred, die Zwillingsbrüder Siegmund und Joachim, sowie der jüngste Ludwig in die Niederlande.

Dort heiratete Siegmund Augusta Windmüller aus Weener, auch Joachim heiratete.

Mary und Karl Altgenug emigrierten 1938 mit ihren Kindern Manfred und Trude nach Kolumbien. Rudolf wurde 1939 von einem Motorad (wahrsch. absichtlich) überfahren und starb an den Verletzungen.

In den Niederlanden wurde  die Familie nach dem Einmarsch der Deutschen Truppen ins Sammellager Westerbork interniert, in Vernichtungslager überführt und ermordet.

Lini und Ludwig 1942 in Auschwitz.

Die Eltern und Alfred 1943 in Sobibor

Joachim wurde mit seiner schwangeren Frau von Widerstandskämpfern versteckt, die im Versteck geborene Tochter heimlich bei Niederländern aufgenommen.

Siegmunds beide Söhne wurden von ihrer christlichen Großmutter versteckt und überlebten unerkannt.

Erst 2009 kam es zu einem Treffen von Simons zwei Töchtern mit Siegmunds Enkeln bei den Stolpersteinen in der Heringsstr.

 

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Heringstr. 21
Haus noch vorhanden

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