HIER WOHNTE
MARTHA LÖWENSTEIN
JG. 1867
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
1942 TREBLINKA
ERMORDET
Martha Löwenstein 09.04.1867, Tochter des Coss Löwenstein aus Leer wohnte in der Sielstr. 75
Coss Löwenstein heiratete 1866 die Norderin Karoline von der Wall und kam 3 Jahre später nach Norden. Er kaufte von Asarias Salomon Lemmersmann die Metzgerei Sielstr. 75.
Das Ehepaar bekam sieben Kinder.
Zerla 14.11.1868-07.07.1929, Auguste 30.10.1870-06.09.1912, Julius 05.10.1872 Rebecca 08.09.1874-06.03.1879, der Jüngste, Wolff Löwenstein fiel 1917 als Soldat im I. Weltkrieg
Goldine 22.02.1877, veheiratet mit Simon Abraham Schönthal 01.05.1857, aus Marienhafe, wurde in Treblinca ermordet
Nach Coss Tod 1921 übernahm Martha, sie blieb unverheiratet, das Haus und führte dort einen Kolonialwarenladen.
Als ihr Bruder Julius, 1939 enteignet wurde, nahm sie ihn, seine Frau Sara,geb Scherbel 31.05.1877 und den ledigen Sohn Curt23.03.1908 in ihrem Haus auf
Nach der Ausweisung 1940 war die Familie in der jüdischen Wohlfahrtstelle in Berlin, Rosenstr. 2 – 4 gemeldet.
Julius weiteres Schicksal ist unbekannt.
Martha und Sara wurden am 17.08.1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert und am 19.09.1942 in Treblinka ermordet.
Curt Löwenstein wurde 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet.
Sielstraße 75 (Haus nicht mehr vorhanden)
westl. Straßenseite/daneben, oberhalb Treppenaufgang
Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden e.V.
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