HIER WOHNTE
SAMUEL WOLFF
JG. 1870
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 1942
TREBLINKA
Samuel Jacob Wolff 26.08.1870 betrieb mit seinen Brüdern Wolf, Moritz, Gottschalk und Karl in der Brückstr. 7 – 8 einen Viehhandel, der um 1820 von Samuel Wolff Josephs aus Jever gegründet wurde.
Zum Haushalt gehörte ab 1920 nach dem Tod seines Vaters Jacob Wolff auch seine Mutter Hannchen geb. Ballin. Sie starb 1925.
Nach dem Pogrom wohnten in dem Haushalt Samuel Jacob mit seiner Gattin Goldine, geb. von der Wall 30.10.1873, auch sein Sohn Jacob27.02.1900 mit seiner Frau Rosi (Rosali) geb. Schulenklopper17.12.1902.
Außerdem Seine Schwester Hannchen 23.09.1901 mit ihrem Mann Dodo Rose03.09.1899 aus Dornum.
Mit Ausweisung aller Juden aus Ostfriesland zogen Samuel und Goldine nach Höxter, vermutlich mit dem Ehepaar Netheim (Neuer Weg 102), Julius Netheim stammte aus Höxter.
Aus Höxter wurden Samuel und Goldine am 31. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 23. September 1942 weiter ins Vernichtungslager Treblinka.
Die junge Familie Jacob und Rosi Wolff mit der inzwischen geborenen Gerda zogen nach Essen. Am 22. April 1942 wurden sie nach Izbica deportiert und ermordet.
Wolf Jacob Wolff emigrierte nach Buenos Aires.
Moritz Jacob Wollf gelang die Flucht nach England
Gottschalk Eljakum Wollf starb 1966 in Buenos Aires
Carl Kalonymos Wolff wurde 1944 in Auschwitz ermordet
Brückstr. 7
östl. Straßenseite
(Das bisherige Haus steht nicht mehr, heute liegen die Steine leicht versetzt vor dem Haus 7-8)
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