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Schönthal, Frieda

HIER WOHNTE
FRIEDA SCHÖNTHAL 
GEB. WOLFF
JG. 1888
DEPORTIERT 1941
LODZ
ERMORDET 4.5.1942 
KULMHOF

Frieda Schönthal, geb. Wolff 25.12.1888, Witwe des Adolf Schönthal 01.11.1885-04.01.1934 (an Lungenleiden verstorben), Sohn des Viehhändelrs Simon Schönthal aus der Uffenstr.8, lebte mit ihren Kindern Recha Adolf 30.11.1921, Simon Adolf, gen. Siegfried, 31.01.1923, Willy Wolff 06.03.1926 in der kleinen Neustr. 3.

mit der Ausweisung 1940 zogen Frieda und ihre Kinder Recha und Siegfried nach Emden ins jüdische Altenheim. Sie wurden 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Lodz) deportiert, überlebten in Hunger und Kälte das Ghetto, wurden aber im Lager Kulmhof mit LKW-Abgasen (die erste Todesfabrik) ermordet.

Siegfried war zur Schulung für die Ausreise nach Palestina in Hachschara-Lager in Neuendorf (Sande)/Brandenburg gewechselt.

Nach Kriegsausbruch wurde das Lager aufgelöst, alle Einwohner über Berlin nach Auschwitz deportiert. Er wurde zur Zwangsarbeit selektiert, bei Räumung des Lagers nach Buchenwald verlegt und dort befreit.

Siegfied kehrte nach Norden zurück, ging nach einem Jahr nach Israel und gründete in einem Kibbuz eine Familie und nannt sich nun Schimon Shental.

 

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Kleine Neustraße 3 (Haus nicht mehr vorhanden)    
vor Rasenfläche bzw. Anliegerparkplatz

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