HIER WOHNTE
SIMON SCHÖNTHAL
JG. 1923
DEPORTIERT
AUSCHWITZ
ÜBERLEBT
Simon, Adolf gen. Siegfied Schönthal 13.01.1923, sohn des Viehhändlers Adolf Simon Schönthal und Frieda Schönthal geb. Wolff 25.12.1888, lebte nach dem Tod seines Vaters 04.01.1934, er starb an einem Lungenleiden, mit seiner Mutter und seinen Geschwistern, Recha Adolf 30.11.1921, und Willy Wolff 06.03.1926 in der Kleinen Neustr. 3.
Mit der Ausweisung 1940 zogen Frieda und ihre Tochter Recha nach Emden ins jüdische Altersheim. Sie wurden 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Lodz) deportiert. Sie überlebten in Hunger und Kälte das Ghetto, wurden aber im nahen Lager Kulmhof mit LKW-Abgasen (der ersten Mordfabrik) ermordet.
Willy kam über Aurich nach Hildesheim, wurde 24.10.194 nach Litsmannstadt (Lodz) deportiert und am 04.05.1942 in Kulmhof (Chelmno) ermordet.
Siegfried war zur Schulung für die Ausreise nach Palestina ins Hachschara-Lager in Neuendorf (Sande), Brandenburg gewechselt.
Nach Kriegsausbruch wurde das Lager aufgelöst, alle Einwohner von Berlin nach Auschwitz deportiert. Er wurde zur Zwangsarbeit selektiert, bei der Räumung des Lagers nach Buchenwald verlegt und dort befreit.
Siegfried kehrte nach Norden zurück, ging ein Jahr später nach Isreal und gründete in einem Kibbuz eine Familie. Dort nannte er sich Schimon Shental.
Kleine Neustraße 3 (Haus nicht mehr vorhanden)
vor Rasenfläche bzw. Anliegerparkplatz
Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden e.V.
Synagogenweg 4
26506 Norden
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