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Altgenug, Emilie

HIER WOHNTE
EMILIE ALTGENUG
GEB. KLEIN
JG. 1882
DEPORTIERT 1942
RIGA 
ERMORDET 8.9.1942

 Emilie Altgenug, geb Klein 14.06.1882 aus Urspringen war verheiratet mit dem Schlachter Jacob Altgenug 03.08.1867 verheiratet und wohnte inder Sielstr. 14.Jacob begann am 07.04.1927 Suizig und hinterließ 6 Kinder:

Bertha Jacob 19.04.1902, (Lernschwester) bekam ledig eine Tochter, Irene 25.02.1925. sie zog 1925 nach Minden und heiratete eine Nichtjuden Pohl. sie wurde 1944 in Theresienstadt für medisinische Versuche interniert und nach Kriegsende befreit.

Irene blieb zunächst bei hrer Großmutter und zog 1938 zu ihrer Mutter nach Minden. Sie wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert, kam im Winter 1943/44 zu medizinischen Versuchen nach Auschwitz, arbeitete 1944 in einer Rüstungsfirma in Freiberg/Sachsen, im April 1945 nach Mauthausen/Östereich evakuiert und am 05. April 1945 befreit. Sie kehrte nach Norden zurück und wohnte in der Sielstr. 21. Am 01.05.1952 wurde ihre Tochter angelika Margarete geboren, mit der sie 1953 nach Minden zog. Irene starb 2002 in einem Mindener Altenheim.

Salomon Jacob Adolf 05.01.1904, war als Arbeiter an mehreren Orten, wurde straffällig, und nach seiner Entlassung 1942 ins Lager Sachsenhausen deportiert und wegen "Rassenschande" erhängt.

Leonhard Jacob 31.03.1905, zog nach Mannheim und konnte rechtzeitig fliehen und kehrte 1955 aus Israel nach Mannheim zurück.

Charlotte 26.11.1907, verheiratete Charlotte Grünwald emigrierte in die USA und lebte ab 1848 in  Kfar Saba/Israel.

Waldemar 14.10.1909, behindert und schulunfähig, mit den einwohnern der Heilanstalt Oldenburg-Wehnen nach Brandenburg/Havel von Noden abgeholt und ermordet.

Robert 11.05.1912, arbeitete und wohnte an verschidenen Orten, war im Auswanderungs-Vorbereitungslager in Sande und ist auf einem Osttransport verschollen.

Emilie Altgenug meldete sich im März 1940, als alle Juden Ostfresland verlassen mussten, in Berlin, Rodenstr. 2-4 an, wo die jüdische Wohlfahrtstelle ihren Sitz hatte, und neuangekommene Juden ohne Anlaufadresse sich registrieren ließen. am 05. September 1942 wurde sie nach Riga deportiertund vermutlich sofort aumgebracht.

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Sielstraße 14
östl. Straßenseite, daneben vor Zuwegung zum Haus

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