HIER WOHNTE
HUGO ALTGENUG
JG 19025
GEDEMÜTITGT/ENTRECHTET
FLUCHT IN DEN TOD
16. JULI 1940
Hugo Hermann Joseph Altgenug, Sohn des Viehhändlers Joseph Hermann Altgenug 06.01.1889 und Sophie, geb. Weinberg 14.02 1896 wohnte mit seinen Eltern und zwei Brüdern, Fritz Joseph 08.09.1927 und Rolf Joseph 03.02.1930 in der Sielstr. 6.
Fritz wurde 1936 von einem Heuwagen überfahren und starb.
Joseph schickten die Eltern mit dem letzten Schiff, das 1939 Emden zum Kindetransport verließ, zusammen mit seinem Cousin aus Emden in die Sicherheit. Er wuchs bei Pflegeeltern in Schweden auf.
Als die letzten Juden 1940 Norden verlassen mussten, zog Joseph mit Sophie und seinem Sohn Hugo Hermann Joseph , zusammen mit seinen Brüdern Jakob und Samson Siegmund, deren Ehefrauen und Kindern nach Bremen in das „Judenhaus“ Charlottenstr. 28.
Hugo verließ Bremen zur Gartenbauschule in Hannover Ahlem. Das war die einzige Ausbildungsstätte für Juden. Nach kurzer Zeit kehrte er zurück und wegen der aussichtlosen Lage begann er Suizid. Er wurde 1940 15-jährig tot in der Weser aufgefunden.
Die Familie wurde 1941 über Hamburg ins Ghetto Minsk deportiert und im Juli 1942 ermordet.
Sielstr. 6
Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden e.V.
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