HIER WOHNTE
SELMA DE LÖWE
GEB. LÖWENBACH
JG. 1875
FLUCHT 1939 HOLLAND
INTERNIERT WESTERBORK
DEPORTIERT 1943
SOBIBOR
ERMORDET 21.05.1943
Selma de Löwe, geb. Löwenbach 11.11.1875, verheiratet mit Jakob de Löwe.
Die Kaufleute Jakob und Louis Levi de Löwe waren Söhne des Begründers des Manufrakturwarengeschäfts S.L. de Löwe Salomon Levy de Löwe und erbauten auf der Hindenburgstr. 66 (heute Neuer Weg) das „de Löwsche Haus“.
Louis verheiratet mit Philippine Büchler, sie starb 1925, er starb am 17.02.1931
Jakob starb am 25.12.1933.
Selma führte weiter das Geschäft zusammen mit ihrem Sohn Siegbert (Bert) 11.06.1906, der auch als Bankbeamter tätig war.
Siegbert, verheiratet mit Hildegart, geb. Wolff, gelang 1939 die Emigration in die USA.
Selma de Löwe emigrierte zusammen mit ihrer Tochter Susanne 20.09.1903, deren Mann Eduard Cossen aus der Uffenstr. und ihren Söhnen Werner 02.03.1932 und Hans 24.09.1935 in die Niederlande. Sie wurden in Westerbork interniert, nach Theresienstadt deportiert, Susanne und die Kinder Oktober 1944 weiter nach Auschwitz und dort gleich nach der Ankunft ermordet. Eduard von Auschwitz weiter nach Dachau, wo er im Februar 1945 starb.
Neuer Weg 66
westl. Straßenseite
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Synagogenweg 4
26506 Norden
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