HIER WOHNTE
SIEGMUND SCHÖNTHAL
JG. 1903
FLUCHT 1936 HOLLAND
INTERNIERT WESTERBORK
DEPORTIERT 1942
AUSCHWITZ
ERMORDET 13.9.1942
Siegmund Schönthal 20.01.1903, Sohn des Viehhändlers Nathan Schönthal 29.08.1861, und Rosa, geb. Altgenug 10.06.1873, aus der Heringsstr. 21. heiratete am 07.02.1926 die Nichtjüdin Hedwig Hevemeyer 19.02.1904. Nach kurzer Ehe blieben die Söhne Norbert Siegmund Schönthal 03.03.1927 und Willy Adolf 06.07.1926 bei der Mutter.
Gleich nach der Machtergreifung entschloss sich die Familie ihrer Tochter Lini, die 1933 schon auswanderte, in die Niederlande zu fogen.
Ab 1936 folgten die Eltern Nathan und Rosi, Alfred, die Zwillingsbrüder Siegmund und Joachim, sowie der jüngste Ludwig in die Niederlande.
Dort heiratete Siegmund Augusta Windmüller 09.05.1904 aus Weener, auch Joachim heiratete.
Mary und Karl Altgenug emigrierten 1938 mit ihren Kindern Manfred und Trude nach Kolumbien.
In den Niederlanden wurde die Familie nach dem Einmarsch der Deutschen Truppen ins Sammellager Westerbork interniert, in Vernichtungslager überführt und ermordet.
Lini und Ludwig 1942 in Auschwitz.
Die Eltern und Alfred 1943 in Sobibor
Joachim wurde mit seiner schwangeren Frau von Widerstandskämpfern versteckt, die im Versteck geborene Tochter heimlich bei Niederländern aufgenommen.
Siegmunds beide Söhne wurden von ihrer christlichen Großmutter versteckt und überlebten unerkannt.
Erst 2009 kam es zu einem Treffen von Simons zwei Töchtern mit Siegmunds Enkeln bei den Stolpersteinen in der Heringsstr.
Heringstr. 21
Haus noch vorhanden
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