HIER WOHNTE
MORITZ SCHÖNTHAL
JG. 1897
EINGEWIESEN 1936
‚HEILANSTALT’ WUNSTORF
VERLEGT 1940
LANDESANSTALT
BRANDENBURG / HAVEL
ERMORDET 27.9.1940
AKTION T-4
Moritz Carl Schönthal, 07.03.1897 in Hage geboren, Sohn des Carl Schöthal aus Marienhafe und Auguste Weinberg, 27.07.1862.
Die Famile lebte mit 8 Kindern in Hage.
Carl, wahrscheinlich psychisch erkrankt, erhängte sich am 25.09.1900.
Kurz danach zog Auguste nach Norden in die Sielstr.
Moritz heiratete Jettchen Wertheim, Tochter von Hirsch und Fanny Wertheim aus Breitenbach/ Rotenburg/Fulda. Nach dem Umzug nach Norden war er Kaufmannin der Sielstr. 2
Martha Carls,05.11.1889 in Hage, verheiratet Martha Isaak , lebte mit ihrem Mann und Sohn Erich in Remscheid.
Die Familie wurde über Düsseldorf am 27.10.1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Lodz) deportiert, am 06.05.1942 ins Vernichtungslager Kulmhof (Chelmno) und am 07.05.1942 ermordet.
Jacob Carl, 08.02.1891 in Hage, war Fabrikbesitzer in Mesum b. Rheine/Ems und konnte nach Peru emigrieren
Simon Carl, 17.06.1892, heiratet Jette Vohs aus Wilhelmshafen und betrieb mit seinem Bruder Jacob Carl die Fabrik in Mesum, auch er konnte mit seiner Familie nach Peru emigrieren.
Jenny, 22.01,1894 in Hage, verheiratet Jenny le Clear, wohnte in Berlin und begann am 13.06.1943 Suizid.
Ihre Zwillingsschwester Sophie Sara, kam wegen einer psychischen Erkrankung In eine Nervenklinik im Harz und in Hildesheim. Von dort wurde sie in der Aktion „T4“ nach Brandenburg/Havel deportiert und ermordet.
Gretchen Sara, 22.01.1894 in Hage, verheiratete Gretchen Rosenberg in Leer, wurde mit ihren Kindern nach Auschwitz deportiert und ermordet.
Joseph Carl, 04.05.1900 in Hage, zog zu seiner Schwester nach Remscheid und wurde mit der Familie in Litzmannstadt (Lodz) ermordet.
Moritz offensichtlich psychisch erkrankt, kam 1936 in das Heim in Hildesheim und weiter in die Tötungsanstalt Brandenburg/Havel und wurde dort ermordet.
Seine Frau Jettchen zog mit den Kindern Marga, Helmut und Karl 1934 zurück nach Breitenbach. Sie wurden über Frankfurt/Main Richtung Osten deportiert und kamen auf dem Transport um. Ihre Mutter Fanny wurde im August 1942 über Theresienstadt nach Maly Trostinec deportiert und ermordet.
Die Muter Auguste Schönthal ist zu ihrer Tochter Jenny nach Berlin gezogen und wurde von dort aus nach Theresienstadt deportiert und am 21.11.1942 ermordet.
Sielstraße (2, Haus nicht mehr vorhanden)
östl. Straßenseite, vor Mauer
Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden e.V.
Synagogenweg 4
26506 Norden
info@ak-synagogenweg.de
