HIER WOHNTE
BERTHA MARCHAND
GEB. LEMMERSMANN
JG. 1885
DEPORTIERT 1941
MINSK
ERMORDET
Bertha Marchand Tochter des Schlachters Salomon Asarias (Selig) Lemmersmann 1837-1925, der in der Sielstr 76 mit seinem Sohn Moses 30.04.1875-21.04.1933, aus seiner ersten Ehe mit Rebekka Isaal von der Wall 1845-1877, eine Schlachterei betrieb.
Ihre Schwester Martha, 18.07.1885, wie Bertha aus der zweiten Ehe mit Rebekka Juchenheim 09.05.1843-01.02.1912, übernahm nach dem Tod des Vaters das Haus Sielstr 75 und führte ein Kolonialwarengeschäft.
Bertha heiratete nach Haminkeln, nun Bertha Merchand. Sie wurde früh Witwe und kam mit ihrer Tochter Hanna 1921-1934 nach Norden zurück.
Beide Schwestern waren 1940 in Berlin bei der zentralen jüdischen Wohlfahrtsorganisation Rosenstraße 2 - 4 gemeldet.
Von Berlin wurden die Schwestern 1941 gemeinsam nach Minsk deportiert und dort ermordet.
Sielstraße 76 (Haus nicht mehr vorhanden)
westl. Straßenseite, oberhalb Treppenaufgang
Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden e.V.
Synagogenweg 4
26506 Norden
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