HIER WOHNTE
RECHA SCHÖNTHAL
JG. 1921
DEPORTIERT 1941
LODZ
ERMORDET 4.5.1942
KULMHOF
Recha Adolf Schönthal 30.11.1921, Tochter des Adolf Schöthal 01.11.1885-04.01.1934 Wohnte mit ihrer Mutter und den Geschwistern Simon Adolf, gen. Siegfried, 31.01.1923, Willy Wolff 06.03.1926 in der kleinen Neustr. 3.
Frieda Schönthal, geb. Wolff 25.12.1888, Witwe des Adolf Schönthal 01.11.1885-04.01.1934 (an Lungenleiden verstorben), Sohn des Viehhändelrs Simon Schönthal aus der Uffenstr.8, lebte mit ihren Kindern Recha Adolf 30.11.1921, Simon Adolf, gen. Siegfried, 31.01.1923, Willy Wolff 06.03.1926 in der kleinen Neustr. 3.
Mit der Ausweisung 1940 zogen Frieda und ihre Kinder Recha und WillyWolff nach Emden ins jüdische Altenheim. Sie wurden 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Lodz) deportiert, überlebten in Hunger und Kälte das Ghetto, wurden aber im Lager Kulmhof mit LKW-Abgasen (die erste Todesfabrik) ermordet.
Siegfried war zur Schulung für die Ausreise nach Palestina in Hachschara-Lager in Neuendorf (Sande)/Brandenburg gewechselt.
Nach Kriegsausbruch wurde das Lager aufgelöst, alle Einwohner über Berlin nach Auschwitz deportiert. Er wurde zur Zwangsarbeit selektiert, bei Räumung des Lagers nach Buchenwald verlegt und dort befreit.
Siegfied kehrte nach Norden zurück, ging nach einem Jahr nach Israel und gründete in einem Kibbuz eine Familie und nannt sich nun Schimon Shental.
Kleine Neustraße 3 (Haus nicht mehr vorhanden)
vor Rasenfläche bzw. Anliegerparkplatz
Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden e.V.
Synagogenweg 4
26506 Norden
info@ak-synagogenweg.de
