HIER WOHNTE
JACOB WOLFF
JG. 1900
DEPORTIERT 1942
IZBICA
ERMORDET
Der Viehhändler Jacob Samuel Wollf 27.02.1900 Sohn des Samuel Jacob Wolff 26.08.1870 und Goldine, geb. von der Wall 30.10.1873, wohnte mit seiner Frau Rosalie, geb. Schulenklopper 17.12.1902 und seiner Tochter Gerda Wolff 01.11.1936 im Haushalt seiner Eltern.
Samuel Jacob Wollf betrieb mit seinen Brüdern Wolf, Moritz, Gottschalk und Karl in der Brückstr. 7 – 8 einen Viehhandel, der um 1820 von Samuel Wolff Josephs aus Jever gegründet wurde.
Zum Haushalt gehörte ab 1920 nach dem Tod seines Vaters Jacob Wolff auch seine Mutter Hannchen geb. Ballin. Sie starb 1925.
Nach dem Pogrom wohnten in dem Haushalt außerdem seine Schwester Hannchen 23.09.1901 mit ihrem Mann Dodo Rose 03.009.1899 aus Dornum.
Mit Ausweisung aller Juden aus Ostfriesland zogen Samuel und Goldine nach Höxter, vermutlich mit dem Ehepaar Netheim (Neuer Weg 102), Julius Netheim stammte aus Höxter.
Aus Höxter wurden Samuel und Goldine am 31. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 23. September 1942 weiter ins Vernichtungslager Treblinka.
Die junge Familie Jacob und Rosi Wolff mit der inzwischen geborenen Gerda zogen nach Essen. Am 22. April 1942 wurden sie nach Izbica deportiert und ermordet.
Wolf Jacob Wolff emigrierte nach Buenos Aires.
Moritz Jacob Wollf gelang die Flucht nach England
Gottschalk Eljakum Wollf starb 1966 in Buenos Aires
Carl Kalonymos Wolff wurde 1944 in Auschwitz ermordet
Brückstr. 7
östl. Straßenseite
(Das bisherige Haus steht nicht mehr, heute liegen die Steine leicht versetzt vor dem Haus 7-8)
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